
Erweiterte Sinneserfahrungen
Neuer Motivweg am Barfuß-Erlebnispfad in Hofbieber
Die erste Saison des neuen Barfuß-Erlebnispfades in Hofbieber zeigte bereits, dass die Verantwortlichen hier den richtigen "Riecher" für eine gleichfalls gesunde wie interessante Freizeitanlage für Jung und Alt sowie für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für alle Feriengäste der Rhön hatte. Bei entsprechender Wetterlage wurden die Besucherzahlen bei der natürlichsten Fußreflexzonenmassage bereits auf 200 - 300 Personen pro Tag geschätzt.
Seit diesem Sommer nun befindet sich auf dem ca. 10 Minuten langen Zuweg vom Parkplatz zum Barfuß-Erlebnispfad auch noch ein neuer Motivweg, der die bevorstehenden Sinneserfahrungen über die Füße hinaus erweitert.
Eine Kunstgruppe aus dem 7. und 8. Schuljahrgang der Biebertalschule, erweitert durch einige Schüler aus der Projektwoche, hatte eine Idee des Leiters der Tourist-Information Hofbieber, Klaus-Dieter Eckstein aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Fachbereichsleiterin Kunst der Biebertalschule, Birgit Blum, setzte dies dann mit einer ganz alten Mosaiktechnik um, die in letzter Zeit ein stiefmütterliches Dasein führte, aber wohl schon in alten Zeiten eine große Bedeutung hatte. Man denke an die großen Werke in der byzantinischen oder auch in der römischen Kunst.
Anlässlich der Übergabe bedankte sich der Hofbieberer Bürgermeister , Marcus Schafft, besonders bei den Schülern der Biebertalschule, den Lehrkräften Frau Blum und Frau Hennemuth sowie den Mitarbeitern Herr Brehl und Herr Eckstein für ihr großes Engagement bei der Umsetzung einer Idee, die den Besuchern viel zusätzliche Freude bereiten wird und zudem der Gemeinde keine nennenswerten Kosten verursacht hatte. Er betonte, dass hier ein Ausgleich zwischen Mensch und Natur dargestellt und damit das zentrale Thema des Biosphärenreservats Rhön in künstlerischer Form gezeigt wird.
Folgende Beschreibungen zu den einzelnen Motiven wurden von den Schülern erarbeitet:
1. Die Sonne
Die Sonne steht am Anfang als Zeichen dafür, dass es ohne die Sonne nichts gibt. Kein Licht, keine Wärme, kein Leben. Mit der Sonne hat die Welt ihren Anfang gefunden. Ohne die Sonne wäre hier nichts. Ohne sie wäre der blaue Planet ein kalter, grauer Planet. Die Sonne ist das Lebenszeichen. Sie erinnert an die Wärme und das Licht. Die Sonne bringt den Tag. Ohne die Sonne würde es die Pflanzen, die Tiere und auch den Mensch nicht geben. Ohne sie würde es die Vielfältigkeit der Natur nicht geben. Es gebe weder Anfang noch Ende.
2. Der Fisch
Wasser ist ein Zeichen des Lebens. Alles Leben kommt aus dem Wasser, so auch der Fisch der frei durch Wellen gleitet. Es gibt viele Arten von Fischen.
3. Der Wald
Der Wald erinnert an Ruhe und Geborgenheit. Er bietet Zuflucht für Tiere und ist Lebensraum für Pflanzen. Doch die Menschen vergessen, was der Wald ihnen bietet. Sie holzen ab und roden die Wälder. Für Geld zerstören sie den Lebensraum aller Arten. Ist es das wirklich wert? Hoffentlich entdecken sie den Schaden, den sie verursachen nicht erst dann, wenn es schon zu spät ist.
4. Der Schmetterling
Der Schmetterling gehört sicherlich zu den schönsten Wesen die die Natur geschaffen hat. Mit seinen bunten Farben und verschiedenen Mustern auf seinen Flügeln ist er einzigartig. Er flattert unbeschwert durch die Luft, als kenne er nichts Böses. Es macht Spaß ihm zuzuschauen, wie er von Blume zu Blume und Blatt zu Blatt flattert. Er fällt durch seine Vielfalt auf jeder Wiese auf. Der Schmetterling war nicht immer ein Schmetterling, sondern er wurde als Raupe in einem Kokon geboren. Er muss sich erst entpuppen, damit er zum Schmetterling wird.
5. Die Blume
Die Blume steht für Schönheit. "Lasst Blumen sprechen", damit wird oft geworben. Durch ihre schönen, bunten Farben lachen sie dem Menschen ins Gesicht. Blumen erfreuen uns zu jeder Zeit. Sie sind Schmuck für Feste und andere Gelegenheiten.
6. Der Regenbogen
Der Regenbogen steht für den Bund zwischen Gott und den Menschen. Er gehört zu den schönsten und farbenfrohsten Erscheinungen der Natur. Jeder seiner Farben erinnert uns an die Vielfältigkeit in der Natur. Der Regenbogen lässt uns daran denken, dass alles ein Anfang und ein Ende hat. Die Farben vom Regenbogen sind die Grundfarben, aus denen die ganzen anderen Farben der Natur entstehen.
7. Die Kuh als Nutztier
Die Kuh spielt schon seit Menschengedenken eine wichtige Rolle. Als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, wurden die Kühe, damals noch Auerinder, bis zu der Zeit als die Menschen sesshaft wurden gejagt. Dann wurden Kühe gezüchtet und die Kühe wurden zu Nutztieren. Die Menschen haben das Fleisch zum Essen und das Fell für Kleidung verwendet.
8. Der Vogel
Der Vogel strahlt Freiheit und Wohlbefinden aus. Wenn ihm jemand Leid zufügen möchte, dann breitet er einfach seine Flügel aus und schwingt sich in die Lüfte. Es muss toll sein, wenn der Wind ihm um die Ohren pfeift.
9. Mensch im Einklang mit der Natur
Die Menschen müssen mit der Natur leben. Wenn sie sie zerstören, wird das auf Dauer das Ende der Menschheit sein. Wir brauchen die Natur, die Pflanzen und die Tiere zum Leben. Sie geben uns z.B. den Sauerstoff und Nahrung.